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Cross-Border E-Commerce – Online-Marktplätze als Chance

By 4. August 2021No Comments

Warum eigentlich nur in Deutschland online verkaufen? Gerade in einer so heterogenen Region wie Europa lohnt sich der grenzüberschreitende E-Commerce. Direkt an Deutschland angrenzende Länder wie Frankreich, Polen oder die Niederlande sind perfekte Kandidaten für weitere Verkaufsorte.

Die dafür notwendige Logistik ist oftmals einfacher aufzubauen als für Länder, die nicht direkt an Deutschland angrenzen. Wichtig ist es aber vor allem, den richtigen Verkaufskanal in den genannten Ländern auszuwählen – hier kommen Online-Marktplätze ins Spiel. Sie sind das perfekte Mittel, um andere Märkte zu testen und in diese zu expandieren.

Cross-Border-E-Commerce wird immer wichtiger

In Europa hat sich der E-Commerce-Umsatz zwischen 2013 (307 Mrd. €) und 2019 (621 Mrd. €) mehr als verdoppelt. 2020 soll der Wert sogar bei 717 Mrd. € gelegen haben. Mit dem allgemeinen Wachstum des E-Commerce-Marktes, wächst auch der grenzüberschreitende Online-Handel.

Cross-Border Commerce Europe zufolge erreichten im Jahr 2020 die Cross-Border-E-Commerce-Umsätze (Tourismus exklusive) in Europa 146 Mrd. € – ein Anstieg von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der grenzüberschreitende Anteil macht damit 25,5 Prozent der gesamten Online-Verkäufe in Europa aus. Einer der Hauptgrund für diese rasante Entwicklung ist die Corona-Pandemie.

Cross-Border-Online-Handel in Europa ist aber von Land zu Land sehr unterschiedlich. Jeder hat hier seine ganz eigenen Vorlieben. So betreiben beispielsweise spanische (61 %), italienische (54 %) und belgische (72 %) Online-Shopper mehr grenzüberschreitende Online-Einkäufe als ihre britischen (38 %), deutschen (32 %) oder französischen (40 %) Shopping-Kollegen.

Eine Erklärung dafür mag der jeweilige Fortschritt des landeseigenen E-Commerce-Marktes sein (Spanien und Italien hinken hinter anderen großen EU-Ländern hinterher) sowie die geographische Lage (Belgien beispielsweise liegt direkt neben Frankreich und die Menschen sprechen dieselbe Sprache).

Cross-Border-Online-Handel in Europa ist sehr unterschiedlich von Land zu Land. Jeder hat hier seine ganz eigenen Vorlieben.

Adrian GmelchLengow SAS

Online-Marktplätze als perfekte Vitrine im Ausland

Ganz besonders für Cross-Border-Verkauf geeignet sind Online-Marktplätze. Die Hälfte aller Onlineverkäufe findet auf Marktplätzen statt. Sie wachsen schneller als andere Verkaufskanäle und das Vertrauen der Kunden in diese Plattformen ist in der Regel sehr groß.

Hier müssen es nicht immer internationale Top-Online-Marktplätze wie Amazon oder eBay sein, sondern regionale, im jeweiligen Land starke Plattformen können oftmals die bessere Wahl sein. So erreicht man über diesen Vertriebskanal schnell eine breite, treue Zielgruppe.

Bei der Suche nach dem besten Online-Markplatz kann diese Marktplatz-Suchfunktion eine große Hilfe sein.

Drei konkrete Beispiele europäischer Online-Marktplätzen

Gerade Frankreich bietet sich sehr für den Verkauf von Produkten an. Es ist der drittgrößte E-Commerce-Markt in Europa und befindet sich direkt neben Deutschland. Die Lieferdauer bleibt so verhältnismäßig gering.

Frankreich ist bekannt als das Land der Online-Marktplätze. Jeder zweite Franzose hat schon einmal dort bestellt und unter den am meisten besuchten E-Commerce-Websites befinden sich fast nur Online-Marktplätze.

Der wichtigste Marktplatz nach Amazon ist dort Cdiscount mit 24,5 Millionen Besuchern pro Monat. Der Shop erreicht neben französischen auch belgische Kunden. Wer auf Cdiscount verkaufen will, braucht zwingend französische Produktbeschreibungen, denn Franzosen sehen die französische Sprache als eines der wichtigsten Elemente. Da sie großes Vertrauen in diesen Marktplatz haben, ist er die perfekte Vitrine für ausländische Händler.

Lengow hat eine privilegierte Schnittstelle zu Cdiscount und macht es Händlern weltweit ganz einfach, dort ihre Produktkataloge zu verkaufen.

Neben Frankreich sind aber auch die Niederlande eine perfekte Destination für Cross-Border-Verkauf. Mit rund 15 Millionen Produkten und über 8 Millionen Nutzern ist der Online-Marktplatz bol.com dort und in Belgien einer der größten Onlineshops.

Die Plattform hat einen Bekanntheitsgrad von über 95 Prozent. Auch hier ist eine Integration mit Lengow ganz einfach. Einen Guide zu bol.com gibt es hier.

Drittes Beispiel: Polen ist als E-Commerce-Markt zwar noch relativ klein, hat aber ein enormes Wachstumspotential. Vor allem ein Online-Marktplatz konnte sich dort profilieren: Allegro ist mit seinen 18,5 Millionen Kunden im Monat der absolute Marktführer in Polen. Rund 40 Prozent des gesamten polnischen E-Commerce-Umsatzes entfallen auf diesen Marktplatz.

Händler, die hier aktiv sein wollen, benötigen polnische Produktbeschreibungen. Eine polnische Rücksendeadresse empfiehlt sich ebenfalls.

Auf optimierte und zentralisierte Produktdaten auf Online-Marktplätzen kommt es an

Die Logistik gehört natürlich zu den wichtigsten Aspekten einer erfolgreichen Cross-Border-Strategie. Doch ein oftmals unterschätztes Element ist dabei der Produktkatalog.

Für den internationalen Markt sind optimierte Produktdatenfeeds ein weiteres Herzstück für den grenzüberschreitenden Online-Handel und müssen deshalb aktuell, qualitativ hochwertig und immer je nach Land und Kanal angepasst sein.

Cdiscount hat zum Beispiel andere Anforderungen als bol.com oder Allegro. Produkttitel und -beschreibungen müssen in der jeweiligen Landessprache sein und den „ausländischen“ E-Shopper ebenso gut ansprechen wie Produkte von lokalen Anbietern. (Rechtschreib-)Fehler sind hier ein Tabu. Auch müssen regionale Feiertage, Feste und Schlussverkäufe für eventuelle Rabattaktionen oder Sonderangebote berücksichtigt werden.

Mit Lengow können beispielsweide in einem Produktdatenfeed automatische Regeln aufgestellt werden, damit solche regionalen Unterschiede integriert und somit der Umsatzerfolg erhöht werden können.

Über den Autor

Adrian Gmelch ist Head Of Communications bei Lengow. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.

Das Unternehmen Lengow ist Anbieter einer E-Commerce-Plattform, die Produktdatenfeeds für Online-Händler optimiert, die ihre Artikel weltweit auf Online-Marktplätzen und anderen Vertriebskanälen verkaufen möchten.

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